Gewerbegebiet Längenmoos ist perfekt für Boehringer

Gewerbegebiet Längenmoos ist perfekt für Boehringer

Die Ochsenhauser Bevölkerung heißt das forschende Pharmaunternehmen (vfa) Boehringer Ingelheim auf ihrem Gemeindegebiet willkommen.

Der Standort Längenmoos ist durch die ideale Anbindung Bundesstraße 312 zum Forschungshauptstandort von Boehringer Ingelheim prädestiniert für eine Expansion. Nicht nur die Wege sind kurz, zukünftig gibt es eine Kraftfahrstrasse (B 312) bis nach Biberach und weitere großzügige Flächen sind heute schon ausgewiesen (LRA hat am 16.11.2017 Baurecht erteilt). Dort steht einer großzügigen nachhaltigen Erweiterung nichts im Wege – Sustainaible Development lässt sich hier mit Synergien zum Hauptstandort verknüpfen.

Das Gewerbegebiet Längenmoos hat eine ausserordentliche Nutzungflexibilität, Probleme mit dem Ortsbild, Denkmalschutz, Naherholung, Anwohnern, Naturschutz, durchnässten moorigen Baugrund mit Wasser bis zur Geländeoberkante oder der Abwasserentsorgung gibt es nicht. Von extremen Hochwasserereignissen gar nicht zu sprechen.

Dort lassen sich für Produktion, Distribution, und für Mitarbeiter attraktive Gebäude ohne räumliche Enge verwirklichen – die Rahmenbedingungen geben Raum für jegliche Entwicklung.

Längenmoos ist eine hervorragende Abwägungsalternative.

Es ist gerade 2 Wochen her, da nutzte das kleine mittelständische Unternehmen in der Gemeinderatssitzung die Chance eine nebulöse Vorstellung seiner Erweiterung zu geben. Es sei alles noch in der Planung, hieß es, daher könne man noch keine Details nennen. Die Expansion war für ein kleinräumiges, dem Ort vorgelagertes Talgebiet geplant – ohne zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten.

Ausführliche Berichte und Stellungsnahmen folgen.

Obwohl es laut Tagesordnung eigentlich um den Bebauungsplan ging (welcher den rechtlichen Rahmen regelt), hatte der Bürgermeister das Labor in Person Frau Dr. Rapp zwecks Präsentation ihrer Baupläne eingeladen. Ein schwerer Verfahrensfehler. Denn dann hätten auch Naturschutzverbände, Anwohner und sonstige Institutionen zu Wort kommen müssen. Das war nicht vorgesehen.

Jetzt nachdem der Gemeinderat dem Bebauungsplan zugestimmt hat, wird die Katze aus dem Sack gelassen. Ein von langer Hand geplanter Deal wird der Öffentlichkeit per Pressemitteilung bekannt gemacht. Es ging also nie um Förderung eines kleinen mittelständischen Unternehmens, wie uns Gewerbeverein, IHK und Stadtverwaltung Glauben machten. Nein, die Interessen eines Pharmariesen wurden durchgesetzt. Und der gesamte Gemeinderat wurde an der Nase herumgeführt. Ohne sich mit der Frage zu beschäftigen, was den passiere falls nochmals eine Expansion ansteht und es jetzt schon erforderlich ist – vor der touristischen Klosterkulisse – über alle früheren Grenzen hinaus in die Höhe zu gehen (dazu folgt eine ausführliche Stellungsnahme).

Man kann von Boehringer nur wünschen, die Planung zu überdenken. Soll wirklich in diesem beschränkten Baugebiet eine Produktion mit zukunftsweisenden Medizinprodukten errichtet werden? Was wenn der Markterfolg sich einstellt? Sollte man nicht weiter in die Zukunft sehen und einen idealen Standort in Längenmoos mit wesentlich mehr (Flächen-)Potential & Möglichkeiten erschließen? Keine Enge der Stadt, bessere Verkehrsanbindung und die Nähe zu Biberach sind nur einige zu nennende Vorteile.

Das Hauptargument für das beengte Rottumtal war das alte Laborgebäude, welches dann weit unter 5% der Fläche einnimmt und laut mehreren Brancheninsidern mit geringem Aufwand nach neuesten Standards leicht innerhalb von 18 Monaten zu duplizieren ist.

Eine führender nachhaltiger Pharmakonzern hat das Know-How und die Planungskapazitäten für eine überragend bessere, zukunftsfähige Alternative im Industriegebiet Längenmoos mit seinen Vorteilen.

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